Die Geschichte des Tees

Die Geschichte des Tees – Teatime

 Tee

Nach chinesischer Überlieferung entstand der erste Tee ca. 3000 Jahre vor Christus. Der Kaiser Shen Nung kochte unter einem Baum Wasser ab. Durch Zufall fielen ein paar Blätter ins Wasser, sich hellgrün färbte und angenehm zu duften begann. Der Kaiser kostete vom Wasser und fühlte sich sofort erfrischt. Es waren die Blätter eines Teebaumes.

In einer indischen Erzählung heißt es, der Prinz Dharma ging nach China, um die Lehren des Buddhismus zu verkünden. Er legte dazu ein Gelübde ab, neun Jahre lang wach zu bleiben. Nach drei Jahren überkam ihn die Müdigkeit und durch Zufall pflückte er von einem Teestrauch ein paar Blätter ab und aß sie. Seine Müdigkeit war verflogen und er hatte wieder Kraft für die weiteren sechs Jahre.

Die Fakten

Das Wort „Tu“ wurde 350 nach Christus erstmals in einem Wörterbuch genacht und bedeutet „Ein Getränke aus gekochten Blättern“. Im Jahr 476 wurde entlang der Chinesischen Mauer das erste Mal Handel mit Tee betrieben. Seine große Zeit erlebte der Tee in China in der Tang Dynastie von 620 bis 907. In dieser Zeit wurden die Zubereitung und die Produktion des Tees perfektioniert. In der darauf folgenden Sung Dynastie von 960 bis 1279 entstand die Tradition des blumigen Tees.

Eine kurze Zeit verlor der Tee seine Beliebtheit, bis in der Ming Dynastie die Fermentation entdeckt wurde und die Produktion von schwarzen Tee möglich machte.

Die Gründung der Holländischen Ostindischen Kompanie 1610 brachte den ersten grünen Tee aus Japan und schwarzen Tee aus China nach Holland. Durch den langen und feuchten Seeweg litt die Qualität des Tees sehr stark. 1618 wurden von China 200 Kisten Tee nach Russland transportiert und 1644 lieferte Holland die ersten 100 Pfund Tee nach England. 1657 wurde in einem Coffee Shop in London erstmals auch Tee ausgeschenkt. So entstanden nach und nach die ersten Teehäuser. Ein Jahr später wurde bereits für die gesundheitsfördernde Wirkung von Tee geworben bis 1717 das erste Teegeschäft durch Thomas Twining in London eröffnet wurde. Durch die Entdeckung Amerikas kam der Tee schließlich auch über den Atlantik. Dort wurde der Tee allerdings sehr hoch versteuert, was landesweit zu Protesten führte. Eine Protestaktion, bei der 342 Kisten Tee über Bord eines Schiffes gekippt wurden, ging als Boston Tea Party in die Geschichte ein.

In Ostfriesland entwickelte sich in der Mitte des 17. Jahrhunderts eine eigene Teekultur, nachdem Tee über Holland nach Deutschland kam.  1778 versuchte Könige Friedrich II den Teekonsum in Deutschland zu verbieten, doch er scheiterte.

1810 brachten chinesische Einwanderer verschiedene Tee-Pflanzen erstmals nach Taiwan. 1848 wurde Robert Fortun von der Ostindischen Kompanie nach China geschickt, um Tee-Pflanzen nach Indien zu schaffen, mit dem Ziel das Monopol von China zu brechen. In drei Jahren wurden über 20000 Pflanzen nach Indien geschifft. Er schaffte es auch, chinesische Teebauern zu überreden, ihm beim Aufbau der Plantage zu helfen. Bei der Produktion entdeckte er als erster Europäer, dass grüner und schwarzer Tee aus derselben Pflanze entstehen. Somit begann auch der Teehandel in Europa unabhängig von China. Im Jahre 1908 entdeckte der Teehändler Thomas Sullivan versehentlich den ersten Teebeutel in New York. Er füllte kleine Teeproben in Seidenbeutel, die seine Kunden dazu nutzten, um den Tee ins Wasser zu tauchen.

Bildquellenangabe: Lupo / pixelio.de